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Leuchtturmkita für Energie und Klimaschutz

Im Frühjahr 2017 hatten wir uns beworben, Leuchtturmkita für Energie und Klimaschutz zu werden. Hier werden 40 Einrichtungen aus Berlin ausgewählt, die sich mit Kindern um diese nachhaltigen Themen kümmern wollen. Neben Teamcoachings, Fortbildungsangeboten und Energieberatung erhalten die Einrichtungen eine Klimaschutzkiste mit ausgewählten Materialien, die im Kitaalltag eine wichtige Arbeitshilfe bieten. Leider wurden wir 2017 nicht ausgewählt. Also versuchten wir es Anfang 2018 noch einmal. Bei diesem Mal sind wir dabei! Wir sind gespannt auf die Ergebnisse, die dieses Projekt in der Kita nach sich ziehen werden…

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Zwei starke Teams im Team

Im Februar 2017 haben wir innerhalb des Fachkräfteteams zwei neue Teams gegründet. Zum ersten das BNE-Team. Dieses besteht aus 5 Fachkräften, die das Thema Nachhaltigkeit zu ihrem Thema gemacht haben. Die in zweiwöchentlichen Treffen die Kita Stück für Stück in die Nachhaltigkeit begleitet haben und begleiten. Die Tätigkeit des BNE-Teams hat das gesamte Team verändert. Dies ist zu sehen und zu hören. Wir alle achten viel genauer auf das was wir tun. Wie wir mit Ressourcen umgehen. Und wie wir das Thema Nachhaltigkeit mit den Kindern kommunizieren und leben.

Das zweite „Kleinteam“ ist das Entwicklungsteam. Auch dieses besteht aus 5 Fachkräften und trifft sich 14tägig. Die Aufgaben sind klar beschrieben – es geht um die Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit, aber auch um die konstante Überprüfung der bestehenden Strukturen und Themen. Dieses Team war federführend in der Diskussion um das, was wir in unserer Partnerkita Klambrar gesehen haben und welche Auswirkungen dies auf unsere Einrichtung hat. Vorbereitungen für das Zusammentreffen der beiden Teams, in Island oder in Berlin, wurden vom Entwicklungsteam getroffen.
Im Alltag bereitet das Entwicklungsteam pädagogische Themen so vor, dass Abstimmungen im Gesamtteam leichter getroffen werden können. Denn eines sind wir geblieben – eine demokratische Kita. Dies gilt nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Mitarbeiter_innen.

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Sprechende Hände

Bei unseren Besuchen der unterschiedlichsten Einrichtungen in Reykjavik stellten wir fest, dass in allen Einrichtungen mit Symbolen/Piktogrammen oder mit Gebärden gearbeitet wird. Das fanden wir so spannend, dass wir früh damit begannen, darüber nachzudenken, auch in unserer Einrichtung Gebärdenunterstützt zu arbeiten. Wir begannen mit „der Gebärde der Woche“, lernten mit den Kindern gemeinsam. Die Kinder waren zum größten Teil sehr fasziniert davon und berichteten ihren Eltern stolz, wenn sie wieder eine neue Gebärde gelernt hatten. Auch in der Arbeit mit Kindern mit Fluchthintergrund erwies sich der Einsatz von Gebärden als äußerst hilfreich, denn er half den Kindern oftmals über erste Sprachbarrieren hinweg. Heute gehören einfache Gebärden zu unserem Kitaalltag und wir qualifizieren und weiter, um diese Sprache noch mehr zu unserer Sprache werden zu lassen, eine Sprache die alle verbindet, unabhängig wer sie sind und woher sie kommen.

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Kinder evaluieren ihre Kita

Als wir in Reykjavik im office, also der Behörde der Stadtverwaltung für die preeschools. saßen und uns einen Vortrag zu Evaluation in Island anhörten, fiel uns auf, dass, anders als in Berlin, dort die Kinder aktiv in die Evaluation einbezogen werden, handelt es sich hierbei doch um ihre „Kita“. Das wollten wir unbedingt auch…

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Zusammenfassung der Evaluation durch die Kinder
Was läuft gut, was kann noch verbessert werden.
Kinder evaluieren ihre Kita
Alle fünf Jahre werden Berliner Kitas von einem unabhängigen Anbieter evaluiert. Untersucht werden die Umsetzung der Bildungsarbeit nach dem Berliner Bildungsprogramm, das Raumkonzept und wie die Rahmenbedingungen generell umgesetzt werden.
Einbezogen werden die Pädagog*innen, die Leitung, die Eltern und der Träger.
Werden die Kinder auch beteiligt, indem sie zu ihrer Kita befragt werden?
Bisher nicht. Kinder werden in die Evaluierung ihrer Kita noch nicht einbezogen. Im letzten Newsletter haben wir berichtet, dass Haus 2 der KUBIBE.Berlin gGmbH einen Bildungsaustausch mit Reykjavik hat. Dort finden Evaluationen alle zehn Jahre statt und es werden auch die Kinder einbezogen. Das fanden Manuela Deubel und ihr Team absolut zeitgemäß und haben es ausprobiert.
Ausgestattet mit Digitalkameras begutachteten 13 Kinder ihre Kita. Dabei wurden sowohl die Gruppen- und Themenräume, als auch die Neben- und Gemeinschaftsräume unter die Lupe genommen.
Die Garderoben wurden genauso beurteilt, wie der Garten, das Kinderrestaurant oder die Bäder.
Das Ergebnis war sehr spannend und interessant.
Überraschend ist die häufige Nennung des Familienbereichs. Die Kinder haben es mit Teilhabe begründet. Dort machen sie immer gemeinsam etwas mit ihren Eltern; oder die Eltern treffen sich zum Brunch, aber die Kinder sind dabei, also ein Raum für alle., begründet haben die Kinder ihre Bewertungen aufgrund von Teilhabe.
Es gab ausgewiesene Lieblingsorte und Lieblingsräume, die mit der Attraktivität der Aktivität zusammenhängen: der Bauraum, der Garten, das Forscheratelier, der Kreativraum und der Verkleideraum führen die Liste an.
Nicht immer ist der eigene Gruppenraum auch der Anführer in der persönlichen Rankingliste. Manchmal auch der Raum, in dem der Bruder ist, der besucht werden kann. Die ansonsten geliebte Werkstatt kam nicht so gut weg, weil sie in den letzten Monaten aus Raumnot nicht gut zu benutzen war.
Der Blick der Kinder benennt Baustellen, an denen in der Raum- und Materialausstattung noch nachgebessert werden kann.
Die Ergebnisse sind nicht nur ein Spiegel der Aufmerksamkeit und Achtsamkeit auf Kinderseite, sondern auch eine wirkliche Hilfe, um Dinge einfach noch besser zu machen.

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Alles bewegt sich

In unserem Austausch sind wir immer und immer wieder in den Abgleich zwischen dem, was wir in Klambrar und anderen Einrichtungen gesehen haben und wie wir es bei uns und in unserem Umfeld erleben, gegangen. Wir haben Beteiligungsmöglichkeiten verglichen, Strukturen von Einrichtungen und Haltungen von Bildungsschriften (Islandic Curriculum – Berliner Bildungsprogramm). In einem Land, in dem Kinderrechte und Inklusion oberstes Gebot sind, sieht man die Umsetzung davon an vielen (nahezu allen) Stellen. Es ist faszinierend zu erleben, wie normal diese Themen sind. Anders in Berlin. Hier wird noch für die Umsetzung von Kinderrechten geworben, gilt Inklusion in Kita noch als Besonderheit. Warum ist das so?
Diese und viele andere Fragen bewegen uns weiter. Denn schlüssige Antworten darauf sind schwer zu finden. Alles nur eine Frage der „Gesetzgebung“? Ist die Umsetzung der Kinderrechte und Inklusion so leicht umsetzbar, wenn sie als Gesetz gelten?
Wir für uns wissen, dass wir inklusiv arbeiten und die Kinderrechte unsere oberste Prämisse sind. Das ist für uns gefühlt ebenso normal wie in Klambrar. Doch wenden wir den Blick nach rechts und links, so sehen wir leider, dass das noch längst nicht überall so ist.
Sich selbst zu Bilden ist auch eine Form der Bewegung. Die Bewegung der Gedanken. Die Verhinderung von Stillstand. Also bleiben wir beweglich…

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Kinderrechtekita

Im September 2018 haben wir beim deutschen Kinderhilfswerk einen Antrag auf die Anerkennung als Kinderrechtekita gestellt. Diesen Titel gibt es bisher für Kita nicht, sondern nur für Schulen und Museen. Wie so oft wird dabei vergessen, dass alles, was für Kinder wichtig ist, nicht erst in Schule beginnt.

Hier ein Auszug aus unserem Antrag:

Im Februar 2015 wählten die Kinder ihr erstes Kinderparlament. Dieses Gremium berät sich einmal wöchentlich und besteht aus acht bis zehn Kindern im letzten Jahr vor der Schule aus den verschiedenen Stammgruppen. Vor einer Kinderparlamentssitzung finden in den Morgenkreisen Abfragen nach Wünschen, Bedürfnissen und Ideen in der Kindergruppe statt. Am Tag nach dem Kinderparlamentstreffen tragen die Parlamentskinder ihre Ergebnisse aus den Treffen im Morgenkreis in die Gruppen zurück. Begleitet wird das Kinderparlament von einer Kollegin aus dem Nestbereich. Hierdurch wird eine mögliche Bevorzugung von Kindern ausgeschlossen. Die Parlamentskinder dokumentieren ihre Themen mittels Zeichnungen, um auch danach noch zu wissen, worüber sie gesprochen haben. Die begleitende Erzieherin bringt die Anforderungen aus dem Kinderparlament in die 14 tägigen Teamsitzungen und das Team berät sich dann über eine mögliche Umsetzung oder formuliert Nachfragen. Das Kinderparlament wird halbjährlich von allen Kindern der jeweiligen Gruppe (2-6 Jahre) gewählt.
Die Themen des Kinderparlaments sind vielfältig. So waren Themen in der Vergangenheit:

  • Gestaltung des Kitagartens
  • Soziale Themen wie z. Bsp. Bedürfnisse von jüngeren und älteren Kindern im Sein miteinander
  • Das Kitaessen – Wünsche, Verbesserungsvorschläge…
  • Eine Schaukel für den Kitagarten
  • Planung von Sommer-Abschluss-Festen
  • Spielzeugtage (Häufigkeit)
  • Projektideen

Das Kinderparlament ist das höchste Gremium der Kinder in unserer Einrichtung. Zusätzlich finden im täglichen Kita-Leben Morgenkreise, Beschwerdebesprechungen und Kinderkonferenzen statt, die sich jedoch meist mit Einzelthemen beschäftigen.

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Wir hoffen, dass wir mit unserem Antrag auch hier ein Umdenken bewirken können und wollen zeigen, wie stark sich Fachkräfte bereits in Kitas für Kinderrechte einsetzen und diese den Kindern mit auf den Weg ihres Heranwachsens geben können.

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Ein krönender Abschluss

Der zweite Besuch des isländischen Teams fand im Mai/Juni 2018 statt. Wir trafen neue Menschen und Menschen, die von Anfang an dabei waren. Der Gang durch unsere Einrichtung war spannend, konnten die Kolleg_innen doch viele Veränderungen entdecken. Nach der Hospitation bildeten wir Arbeitsgruppen und fassten die Ergebnisse aus den letzten beiden Jahren zusammen. Jedes Team aus seiner Sicht. Mit dieser Aufgabe beschäftigten sich die Teams lange.

 

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Am nächsten Tag hatten wir unser gemeinsames Netzwerktreffen geplant. Auch dieses Mal in der Geschäftsstelle der Danziger Str.50. Wir hatten den Veranstaltungsraum, der uns zur Präsentation der Ergebnisse beider Teams zur Verfügung stand. Das letzte Netzwerktreffen war ein ergreifender Abschluss einer bildungs- und erlebnisreichen Zeit. Die Teams übergaben sich gegenseitige Geschenke, die aus einem Projekt mit Kindern aus den beiden Einrichtungen entstanden waren.

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Der Abend wurde noch lange. Vieles wurde noch weiter diskutiert und wir versprachen uns gegenseitig in Kontakt zu bleiben.

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Konsultationskita für BNE und Projektarbeit

Wir tragen uns schon länger mit dem Gedanken, dass wir uns gerne als Konsultationskita anbieten wollen würden, da wir glauben, dass wir viel weiterzugeben haben. Das sehen wir immer wieder, weil auch ohne Konsultationskita zu sein, viele Menschen bei uns anfragen, ob sie uns besuchen können. Die Themen sind vielfältig.
Im September 2018 haben wir es geschafft, eine von 8 Konsultationskitas des Landes Berlin zu werden. Wir betrachten diesen Weg als unmittelbare Folge des Austausches mit Klambrar…
Unsere Schwerpunkte:

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Ermöglichen wir Kindern, sich als selbstwirksam zu erleben und fördern wir das Bewusstsein für Selbstwirksamkeit, schaffen wir damit die besten Voraussetzungen mit Kindern über Nachhaltigkeit ins Gespräch und ins Handeln zu kommen. Gemeinsam mit den Kindern lernen wir zu verstehen, welche Möglichkeiten wir haben, unsere Lebenswelt mitzugestalten und zum Erhalt natürlicher Lebensgrundlagen beizutragen. Bildung für nachhaltige Entwicklung ermöglicht es jedem Einzelnen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen.

Im täglichen Alltag mit Kindern achten wir darauf, welche natürlichen Ressourcen uns zur Verfügung stehen und wie wir mit diesen umgehen und umgehen können. Die Vermeidung von Müll, die Nutzung von wertfreien Materialien, Upcycling, die Beschäftigung mit Lebensmitteln oder den Lebensräumen von Tieren sind Grundlage unserer täglichen Arbeit.

In Form von Projekten setzen wir uns mit den Kindern über unsere direkte Lebensumwelt auseinander, über das soziale Umfeld, über Natur und Umwelt….

Projekte mit Kindern gestalten

Die Themen unserer Projekte kommen aus der Lebenswelt der Kinder. Dabei gehen wir ko-konstruktiv in der Projektplanung, -umsetzung und -auswertung vor, das heißt, Inhalte werden gemeinsam von Kindern und Fachkräften geplant und erarbeitet. Über die ko-konstruktive Zusammenarbeit ist es den Pädagog_innen möglich, Projekte um Themen zu erweitern, die für das Aufwachsen der Kinder in dieser Welt und für ihre Entwicklung wichtig sind. Unsere Projekte sind in der Regel Hausprojekte, das ermöglicht die Teilhabe der Kinder jeden Alters, entsprechend ihrer Interessen und Fähigkeiten. Durch das gemeinsame Erstellen von Mindmaps werden den Kindern früh Methoden zur Verfügung gestellt, die eine Bündelung von Interessen und Ideen ermöglichen. Eine nachvollziehbare und zugängliche Dokumentation von Projekten für Kinder und Eltern, die gemeinsam mit den Kindern erstellt wird, sichert eine nachhaltige Wirkung bei den Familien und schafft immer wieder neue Sprachanlässe.

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Kinderrechtefilmfestival 2017

Jährlich findet in Berlin und Brandenburg das Kinderrechtefilmfestival statt. Auch der Bezirk Pankow ruft jährlich zur Teilnahme auf. Dieser Aufruf gilt in der Regel für Grundschulen und Freizeiteinrichtungen. Kitas kamen darin bisher nicht vor. Aber das hat uns bisher nicht aufgehalten. Wir fragten also Kinder, ob sie Lust hätten, mal einen eigenen Film zu drehen. Und natürlich hatten sie Lust. Zuerst einigten sie sich auf ein Kinderrecht und entschieden sich auf das Recht auf Spiel. Dann überlegten sie eine Handlung und wir machten unser erstes Storyboard. Zu unserer Unterstützung konnten wir uns duch eine finanzielle Hilfe von „THINK BIG“ für unseren Drehtag einen Filmcoach einladen. Die Kulissen hatten wir vorher schon gebaut. So ein Drehtag ist ganz schön anstrengend…

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Als alles fertig aufgenommen war, mussten wir zum ersten Mal einen Film schneiden. Dazu hatten zwei Fachkräfte aus unserem Team extra eine zweitägige Fortbildung besucht. Als wir den Film so hatten, wie wir uns das gedacht haben, schickten wir ihn zum Festival.

Im Dezember konnten wir unseren Film in einem richtigen Kino im Bezirk Friedrichshain sehen. Die Schulklassen bejubelten die Kinder und applaudierten frenetisch, nachdem sie vorher sehr überrascht waren, dass sich eine Kita am Kinderrechtefilmfestival beteiligt hatte. Und unsere Kinder? Sie waren einfach nur stolz!!!

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Pankower Umweltpreis 2018

AUF DEN WEG GEBRACHT

wertfrei wird wertvoll!

Eine Kita wird nachhaltig

In Reykjavik konnten wir eine Preschool kennenlernen, in der es (fast) keine Mülleimer gibt. Unglaublich für unser Pädagog*innen-Team aus Berlin. Und sehr beeindruckend. Zurück in Berlin begannen wir, unsere Kita mit anderen Augen zu sehen. Und mit jeder Woche die verging wurde uns bewusster – wir möchten etwas verändern. Drei Monate später haben wir das Umdenken begonnen. Und mit uns 100 Kinder…
Ein Rückblick auf 14 Monate neuer Ansätze.

Unsere Küche hat täglich Unmengen von Verpackungsmüll!

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Wir haben 4 Wochen den Küchenmüll gesammelt, hier das Ergebnis

62 Kartons unterschiedlicher Größe
16 Obstkisten (Pappe offen)

3 Bananenkisten

16 Holzkisten

480 Milchkartons á 1l.

48 Kartonumverpackungen für Milchkartons

20 Saftkartons á 1l.

1,2kg Plastikumverpackungen

27 Dosen

17 Eierpaletten á 25 Eier

3 Ölflaschen á 10l

42 Plastikeimer

6 Sahnekartons á 1l.

22 Margarinebecher

4 Netze für Kartoffeln/Zwiebeln

Der Stein des Anstoßes…

…und unsere Gedanken fuhren Karussell

Aquarien Basteln Buddybear Eierpapphaus Eigener Anbau Mathe Modellbau Obst Palleten Pflanzdosen Pflanzenanzucht Schrott

Da standen wir also. In einer Preeschool in Reykjavik. Eigentlich wollte eine Kollegin nur einen Kaugummi wegwerfen. Aber da war kein Mülleimer. Stattdessen weiße Boxen, gekennzeichnet mit aufgeklebtem Papier, Pappe, Plastik. Kein Restmüll. Beim Umschauen in der Einrichtung sahen wir aus Kisten gebaute Raumtrenner, aufgeschnittene Verpackungen als „Malpapier“, Kunstwerke von Kindern aus Verpackungen und Naturmaterialien. In einem Film konnten wir sehen, wie Kinder in Fässern all das kompostieren, das in der Küche abfiel. Und dabei waren sie so sicher und geübt, als hätten sie nie etwas anderes getan. Auf isländisch erklärten sie die verschiedenen Phasen der Kompostierung. Kinder im Alter von 4, 5 und 6 Jahren.
Die Einrichtung hat 80 Kinder, ist also keine kleine Einrichtung. Und ein Prinzip, das uns ins Nachdenken brachte. Bilder aus unserer Einrichtung, von Küchenmüll, Verpackungsmüll, gebleichtem Malpapier und gekauftem Kreativmaterial gingen uns wohl allen durch den Kopf. Und Bilder von den Kindern in unserer Einrichtung, die häufig nach wenigen Strichen die Entscheidung trafen, dass ihr Blatt voll und nicht aufhebenswert sei. Also ab in die Tonne….

Was tun mit den Denkanstößen?

Wir hatten ein Müllproblem, jetzt haben wir Material für (fast) alles…

Im Januar 2017 haben wir begonnen, unsere Gedanken zusammenzutragen und mit Kindern ins Gespräch zu gehen. Sie mitzunehmen auf den Weg des Umdenkens, auf Schatzsuche… Inzwischen ist viel passiert. Und noch so viel möglich!

Mit diesem Antrag ist es uns gelungen, sichtbar zu machen, wie Nachhaltigkeit in der Kita bereits beginnen kann und erhielten dafür den Pankower Umweltpreis 2018!

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